Geschichte - über uns, unsere Tourneen und Programme


Unseren musikalischen Weg begannen wir im Kindesalter in Cluj-Napoca Rumänien, als unsere Eltern, Judith und Victor Dan, beide Berufsmusiker, uns früh an die Musik führten. Wie es aber unserem Ensemble seit seiner Gründung erging, können Sie an der sich jährlich fortschreibenden Geschichte erkennen. Sie beginnt 1996, am Fußende dieses Berichts.


2014. Frieden.


So verschieden die Völker auch sein mögen, in ihrer Musik sind sich alle einig: Musik ist die unmissverständliche Sprache der Seele, sie drückt aus, was mit Worten nicht gesagt werden kann. Wer mit seinen Feinden musiziert hat bald keine Feinde mehr. Denn wenn man ihre Worte auch nicht versteht, die Musik dafür umso mehr. Sie kennt keine Grenzen und der Klang berührt immer tief in der Seele, dort, wo die Musik beheimatet ist.

Wir nehmen uns Die GOLDBERG-VARIATIONEN von Bach vor, um die Vereinbarkeit jedes Intervalls, jeder Dissonanz zu demonstrieren. Vor, zwischen und nach Bach machen wir Exkursionen in andere Epochen der Musikgeschichte bis in die Moderne.

History 2014
history 2013


2013. Heimat.


Musik wird erst lebendig, wenn sich Akkorde abwechseln. Das Wechselspiel und – ganz besonders – die Umdeutung harmonischer Funktionen macht uns eine Komposition unterhaltsam und spannend. Das Programm lehnte sich an den Gedanken, dass der Mensch sich nicht nach seiner Heimat sehnt, um sie zu behalten, sondern um seine nächste Heimat aufzusuchen. Die Kompositionen zeigen auf interessanter Weise, wie sich der Wechsel der harmonischen Struktur mit dem Interesse der Menschheit nach neuer Heimat verändert. An einem deutschen Volkslied demonstrierten wir, wie „Schwarzweißmusik“ klingt, und wie unerwartete Akkordfolgen grelle Farben hervorrufen können.
Mit im Programm war unsere Trio-Fassung von J. S. Bachs Sonate A-Dur BWV 1032, die Sonate Op. 94/94a von S. Prokofjev, die Erstaufführung von Aarons „drei mazedo-rumänischen Volksweisen“ sowie Werke von Friedrich Kuhlau, Eugene Goossens.
Für das Abschlusskonzert sprang der Pianist Naaman Wagner ein.


2012. Freiheit. Führen und folgen.


Das berühmte Treffen von J. S. Bach und Friedrich dem Großen im Jahr 1747 hat uns zu dieser Programmidee bewegt. Es geht darum, wie in Bachs Triosonate aus dem „Musikalischen Opfer“ ein Vorbild dafür zu verstehen ist, wie sich Menschen zueinander zu verhalten haben. Bach widmete sein „Musikalisches Opfer“, eines der grandiosesten Werke überhaupt, sowohl im Kontrapunkt als auch in der harmonischen Struktur, dem Flöte spielenden König Friedrich II, wofür sich dieser nie bedankt hat. Wir entwickelten die These, er hätte sich weder aus Zeitnot, noch aus Unwissen nicht bedankt, sondern gerade weil er das gesellschaftliche und politische Ideal dieses Werks nicht akzeptieren wollte. Das Programm enthielt neben der Triosonate BWV 1067 Werke von Jean Philippe Rameau, Friedrich dem Großen, Franz Doppler, Maurice Ravel und „Prélude, Recitatif et Variations“ von Maurice Duruflé. In einigen Werken spielte Theo Viola statt Violine. Diverse Schülerkonzert-Programme erweiterten die Tournee.
Trio Dan History 2012
history 2011


2011. Kontrapunkt.


Wieder eine Tournee mit Bach im Mittelpunkt. Es ging um die schwerste und am meisten gefürchtete Disziplin im Fach Komposition: die Kunst, mehrere Stimmen gleichberechtigt zu behandeln, unabhängig im Rhythmus und zugleich einheitlich in der Harmonie. Zwei Solo-Werke waren dabei: die mehrstimmige Fuge aus Eugene Ysayes Violinsonate Nr. 2 sowie Steve Reichs „Vermont Counterpoint“ für Flöte und 13 Flöten auf Tonband. Daneben Werke von Johann Christian und Carl Philipp Emanuel Bach sowie Astor Piazzolla. Mehrere Schülerkonzerte und zum ersten Mal Workshops zum Thema „Musik der Gegenwart“ erweiterten unser pädagogisches Spektrum.

2010. Musik und Geist.

Kurz vor der Geburt von Michaels drittem Sohn gingen wir erneut ohne ihn auf Tournee. Mit dem Pianisten Andrei Banciu gewann das Trio eine ganz besondere Größe. Mit der gewichtigen Sonate von Lowell Liebermann und dem Trio von Bohuslav Martinu waren zwei lang ersehnte Meisterwerke in die Programme des Trios eingegangen. Ein Video-Mitschnitt des Auftrittes in der Festhalle Schloss Hamborn wurde von Carsten und Michael Mentzel gefertigt. Ebenfalls dabei war Ernst von Dohnányis Ruralia Hungarica – eine Hommage an unser zweites Heimatland Ungarn. Eine besondere Station in diesem Jahr waren die brandenburgischen Sommerkonzerte: Gerhard Oppelt sprang für Michael für ein. Wir spielten ein gewagtes Programm mit Improvisationen und Werken von Händel. Im Winter spielten wir dann unsere zweite CD in Norwegen ein. Sie enthält Werke von Astor Piazzolla und Aaron Dan, sowie das Duo „Doodle and Flight“ von Mike Mower.
Trio Dan History 2010
Trio Dan History 2009

2009. Vom Geist der Freiheit.


Es sind die außergewöhnlichen Momente, die uns zum Schaffen einer Komposition verleiten. Die Werke dieses Konzerts sind mit besonderen Augenblicken verbunden, so etwa Mendelssohns Scherzo, welches, der Legende nach, von einem nächtlichen Spaziergang im Berliner Tiergarten inspiriert wurde, wo Mendelssohn den Schimmer einer Fee zu erhaschen dachte. Die Begegnung als bleibende Erinnerung inspirierte uns zur Zusammenstellung des Tourneeprogramms. Einige neue Bearbeitungen kamen in diesem Jahr aufs Programm, darunter das Scherzo Op. 20 von F. Mendelssohn-Bartholdy und Astor Piazzollas „Fuga Y Misterio“. Dieses wurde zu einem Favorit der Trio Dan-Konzerte, im nächsten Jahr spielten wir es neben unseren anderen Piazzolla-Arrangements und Aarons bisherigen Kompositionen auf die zweite Trio-Dan-CD „La Resurreccion del Angel“ ein. Im Programm waren die Triosonate g-Moll von G. F. Händel, das Scherzo Op. 20 von Mendelssohn sowie Werke von Haydn, C. Saint-Saens, Frank Martin, Astor Piazzolla und Aarons „The Balkan Connection“.

2008.Fantasie und Vision.


Im Frühjahr waren wir estmal mit „Idee und Inspiration“ in der Schweiz unterwegs. Für die große Herbsttournee musste die Pianistin Felizitas Rodach, Michaels fast-Schwägerin während seiner zweiten Babypause einspringen. Für diese Tour (und diese Pianistin) schrieb Aaron das Trio „The Balkan Connection“, eine rumänisch angehauchte Rhapsodie. Ähnlich rhapsodisch und energisch war auch der Rest des Programms: das Zigeuner-Trio von Haydn (Hob. XV:25), die Rhapsodie h-Moll von Brahms für Klavier solo, Sarasates Zigeunerweisen und Dopplers ungarische Hirtenfantasie bildeten den Roten Faden einer Konzertreise mit zehn Stationen. Das Trio von Nino Rota fuhr als italienischer Rennwagen immer mal wieder ebenfalls aus. Bei schönem Wetter, natürlich.
Trio Dan History 2008
Trio Dan History 2007

2007. Idee und Inspiration.


Auch 2007 hatte eine Frühjahrstournee in der Schweiz. Diesmal mit Friederike von Möllendorff, Aarons späteren Ehefrau als Sängerin mit dem Programm „Frauenliebe und -Leben". Im gleichen Herbst fand die Tour „Idee und Inspiration“ statt, das Programm befasste sich mit der Idee dessen, was einen Komponisten zum Erschaffen und Niederschreiben eines Werks bewegt. Neben emanzipatorischem Wettkampf zwischen virtuosen Flötisten und Geigern in der Romantik waren die impressionistischen Franzosen jene, die dieser Tournee den Titel und die besondere Farbigkeit bescherten. Dieser Konzertreise ging eine produktive Zeit voraus:die Bearbeitungen von Haydns Zigeuner-Trio und von Debussys „Prélude à l’Après-Midi d’un Faune“ sind für diese Tournee entstanden, ebenso Aarons erste Trio-Komposition „Fuego Místico“. Weitere Werke des Programms waren Cécile Chamidades Concertino Op. 107, Poeme Elegiaque von Eugene Ysaye, P. Saratsates Introduction und Tarantelle sowie die Freischütz-Fantasie von Paul Taffanel für Flöte und Klavier. Eine Videoaufzeichnung des Konzerts im Rumänischen Kulturinstitut Berlin ist auf DVD gesichert. Später zeichnete der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) eine Sendung über das Duo Dan auf.

2006. Promenades.


Wieder von Marita Goga organisatorisch betreut, ging es diesmal in die Schweiz und nach Deutschland. Wir erweiterten unsere Konzertreise um den Musentempel in Karlsruhe und die Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld. Zum ersten Mal trägt eine Tournee einen Titel: mit „Promenades“, gleichzeitig dem Titel des Trios von Bohuslav Martinu, kamen mehrere illustre Geburtstag feiernde Komponisten aufs Programm: Mozart (250), Béla Bartók und George Enescu (beide 125) sowie Astor Piazzolla (85). Die D-Dur-Polonaise von Wieniawski und die Carmen-Fantasie von F. Borne sorgten für besondere Brillanz unterwegs. In diesem Jahr produzierten wir unsere erste CD „Portrait“. Sie enthält neben der Carmen-Fantasie, den Rumänischen Volkstänzen von Bartók und Werken von Enescu, Ibert und Piazzolla auch ein Video mit einem Einblick in unsere Tätigkeit.
Trio Dan History 2005

2005. Emanzipation und Identität.


Konzertreise mit unserem ältesten Bruder Bálint Gergely am Cello. In diese Zeit fielen Theos Abiturprüfungen. Zum ersten Mal befasste sich das Programm mit einem gesellschaftlichen Thema: es ging um die Emanzipation der Nebenstimme. Wir nahmen Mendelssohns d-Moll-Klaviertrio als Beispiel dafür, wie sich der Geist nach der Französischen Revolution befreit und die bis dahin geltenden Gesetze von Ober- und Unterstimmen durchbricht. Zum ersten Mal Bearbeitungen aus eigener Feder: Milonga del Angel und La Muerte del Angel von Astor Piazzolla. Rachmaninov brachte mit  „Vocalise“ und dem Trio Elegiaque Nr. 1 gleich zwei Werke ins Programm. Diese und die nachfolgende Tournee wurden von Marita Goga Music Arts Conception betreut. Die Fotos und das Plakat hat Michael Paduch gemacht.

2004.


Zweite, ausgedehnte Konzertreise durch die Schweiz im Frühjahr. Im Mai wurde unsere Teilahme am Berliner Alice-Samter-Musikwettbewerb mit einem Sonderpreis belohnt. Im Herbst wieder auf Deutschlandtour, diesmal ging es bis nach Paris. Mit „Flöte des Fauns facht die Gunst der Nymphen an“, „Flötentöne von höchster Qualität“ und „Ein Schwiegermutterschwarm in Dreifachausgabe“ besang die Presse ein Programm, das weniger Konzept, dafür aber umso mehr Virtuosität und Fetzigkeit besaß.
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2003.

Mit dem inzwischen ebenfalls in Berlin lebenden Michael nahm Aaron am  Grazer Schubert-Wettbewerb teil. Damit kamen die besten Flöten-Klavier-Duos ins Repertoire. 

history 2013

 Im Herbst war die Tournee war mit 26 Auftritten die bis dahin intensivste und aufwändigste. Führerschein hatten wir, von einem eigenen Auto waren wir aber noch weit weg. Einen VW Golf II aber bekamen wir geliehen, mit zwei Türen und einem Fenster. Zwischendurch platzte erst der Kühler und dann ein Reifen. Alles in einem war die Tournee unvergesslich. Dass uns die Presse mit „Athmosphärische Leichtigkeit“ und „erfrischend“ lobte, kam uns sicher sehr entgegen. Unser erstes Konzert in Frankreich wurde noch übersetzt, die nächsten nicht mehr. Nach der Herbsttournee begann Aaron sein zweites Flötenstudium an der École Normale de Musique in Paris, bei Prof. Pierre-Yves Artaud.

2002.


In diesem Jahr kamen Konzerte in der Christengemeinschaft Dresden und Darmstadt hinzu. Irgendwann davor hatten wir unsere erste Session in den Studios der UdK Berlin mit Wolfgang Vieweg. Eine erste Kontroll- und Bewerbungs-CD beinhaltete die Deux Interludes von Ibert, „La Fille aux cheveux de lin“ von Debussy, ein Capriccio von Balázs Szunyogh sowie „drei Duos“ von István Fekete-Györ.
history 2001

2001.


Möglicherweise war dies die erste Tournee, die Aaron alleine organisierte. Zum Anfang gab es noch mit Schere und Kopierer gemachte Plakate (wo aus einem Duo-Foto kurzerhand ein Trio-Foto gemacht wurde!), da nicht alle Gefallen an Aarons Schwarz-Weiß-Plakatentwurf bekommen haben. Auf dieser ersten Deutschlandtournee in Triobesetzung hatten wir einige Miniatur-Triostücke etwa von Corelli, Bach oder Telemann dabei, dafür großes Solorepertoire wie Ravels Alborada del Gracioso, Beethovens Pathétique, Jeux von Ibert oder die Fantasie von G.-A. Hue. Ein ungarischer Tanz von Brahms half uns immer, ein schmissiges Ende zu bringen.

2000.


Ein Wendejahr für das Brüder-Dan-Ensemble. Zum ersten Mal erweiterte Theo Dan, damals noch 13 Jahre alt, mit seiner Geige das Duo zu einem Trio, und zwar auf unserer ersten Schweiz-Tournee. Zum anderen bestand Aaron seine Aufnahmeprüfung an der Hochschule der Künste in Berlin, wohin nach und nach alle drei zum Musikstudium gezogen sind. In Bern war es, wo sich im Nachspiel des C-Dur-Flötenkonzertes von Vivaldi eine Schraube an Aarons Flöte aufging und drei Klappen in die Luft hingen. An diesem Tag bekam Aaron eine Flöte geschenkt, die er bis zu seinem Vordiplom in Berlin gespielt hat. Die Organisation der Deutschlandkonzerte hatte noch Sabine Jacobsen.
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history 1999

1999.


Immer noch in Budapest lebend, reisten wir schon traditionsmäßig kurz vor den Sommerferien nach Deutschland. Dank der intensiven Organisationsarbeit von Klaus Jacobsen und einigen anderen Freunden haben die Tourneeeinnahmen ausgereicht, um die Kosten des Internats und des Schülerlebens in Ungarn zu decken.

1998.


Die Organisation dieser und der nachfolgenden Tourneen hatte unser Freund Klaus Jacobsen unentgeltlich übernommen. Ebenfalls ins Jahr 1998 fiel unsere erste Begegnung mit Dieter Reckow, der bis zu seinem Tod im Jahr 2000 unsere Konzerte in und um Oldenburg organisierte und betreute, darunter unseren Auftritt im Kammermusikfestival „Oldenburger Promenade“. Besonderen Dank sind wir auch Britta Andresen schuldig, die uns in Bremen, Hamburg und Evinghausen eingeführt hat.

1997.


Immer noch unter der Organisation von Peter Kratzer sowie einiger Freunde bereisten Aaron und Michael Deutschland mit Auto, Bus und Bahn und spielten sieben Mal. Einige der Veranstalter aus diesem Jahr sind uns bis heute treu geblieben, und laden uns Jahr um Jahr erneut ein. Nicht wenige Zuhörer verfolgen seither ohne Unterbrechung die Geschichte unseres Ensembles.

1996. 


Das erste Konzert des Duo Dan. Aaron, damals 15 Jahre alt, brach sich wenige Tage vor dem Konzert den linken Arm und fiel so als Flötist aus. Während Michael das Konzert allein bestritt, entwickelte Aaron – genauso spontan wie in all den Jahren danach – seine erste Moderation. Seitdem wurde jedes Konzert des Trios von Aarons Moderation begleitet. Das Konzert wurde mit der Unterstützung von Peter Kratzer ermöglicht, der auch einen kleinen Förderverein für das Duo Dan ins Leben rief. Hintergrund des Konzertes war, dass Aaron und Michael nach Budapest zogen, um dort auf dem Bartók-Konservatorium zur Schule zu gehen und dafür Geld sammelten. Im Programm waren Klavierwerke von Gershwin, Cyril Scott, Bartók, J.S. Bach u.v.a. Eine unverzichtbare Förderung erhielten wir von der Hermann-Niermann-Stiftung Düsseldorf. Die HALA-Stiftung, Bremen, trug auch zur Finanzierung des ersten Budapest-Jahres bei. Herzlichen Dank an Matthias Altmann, der all dies in die Wege geleitet hat.








Kontakt

Aaron Dan
Clayallee 285
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T: 030 - 285 00 385
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